Strahlender Mobilfunk - Nur in Deutschland ungefährlich?

Mobilfunkstrahlen, 5. Generation

Dieser Tage wird bisweilen über den 5G Mobilfunkstandard diskutiert. Im Mai 2019 spülte die Versteigerung der Frequenzen die Summe von 6 Milliarden Euro in die Kassen der Bundesnetzagentur, doch schon seit das erste 5G-Modem 2017 angekündigt wurde, regt sich besorgte Kritik. 5G soll noch mehr als seine vorherigen Mobilfunkstandards unkalkulierbare gesundheitliche Risiken bergen. Der Bayrische Rundfunk hat sich an einer Quellensammlung zum Thema 5G versucht und beschwichtigende Darstellungen aus öffentlich-rechtlicher Quelle und aus Technikredaktionen gesammelt. In den Kommentaren zu diesem Artikel wurde dem Autor vereinfachte und verharmlosende Sichtweise vorgeworfen und Nach-Recherche eingefordert. Im Zuge dieser neuerlichen Aufarbeitung musste sich der BR mit der Studie des amerikanischen Programms für Giftstoffkunde NTP (National Toxicology Program) auseinander setzen. Immerhin handelt es sich bei diesem Programm um eine im Jahre 1978 gegründete Initiative des amerikanischen Gesundheitsministeriums.

Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter
Das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter gibt eine “fachliche Stellungnahme” zur Studie des amerikanischen Programms zur Giftstoffkunde NTP ab.

Diese amerikanische Studie versucht der BR-“Faktenfuchs” nun näher zu beleuchten und einzuordnen. was bedeutet es, dass die Studienautoren “an die Verbindung zwischen den Krebstumoren und der Bestrahlung der Versuchstiere glauben”? Wie gefährlich ist denn nun 5G wirklich? Welche Aussagekraft hat die WHO-Presseerklärung vom 31. Mai 2011, die der Mobilfunkstrahlung attestiert, “wahrscheinlich krebserregend zu sein”. Der Faktenfuchs bedient sich der Argumente des Bundesamtes für Strahlenschutz. Demnach seien die Methoden der Amerikaner unwissenschaftlich oder zumindest methodisch angreifbar und mit geringer Aussagekraft für die Strahlungssicherheit beim Menschen. Hier sei noch erheblich mehr Forschung vonnöten, um ein klares Gefährdungsbild zu zeigen. BfS-eigene Forschungsprojekte zeigen bisher keine Gefährdungspotentiale.

Versuchstier Ratte

Der Bayerische Rundfunk ebenso wie das Bundesamt für Strahlenschutz scheinen sich ihrer Sache jedoch nicht sicher zu sein. Empfehlen sie doch beide, sich den Mobilfunkstrahlen nur zurückhaltend auszusetzen und zum Beispiel Freisprechanlagen oder Ohrhörer zum Telefonieren mit Mobiltelefonen zu benutzen. Verwirrend? Es geht noch besser: die amerikanischen Studienautoren stießen auch auf ein unerwartetes Ergebnis. Die männlichen Versuchstiere hatten nämlich trotz des gehäften Auftretens von Tumoren im Gehirn und am Herzmuskel eine deutlich verlängerte Lebenserwartung. Dies sei zurückzuführen auf ein deutlich reduziertes Auftreten einer chronischen Nierenerkrankung, an der die älteren Tiere normalerweise häufiger sterben. Der Weisheit letzter Schluß sieht anders aus, klar ist, dass die Forschung zum Thema Gefahren der Mobilfunkstrahlung längst nicht abgeschlossen ist. Was aber die Meinungsmacher in Deutschland nicht abhält, schonmal die Gräben auszuheben, aus denen heraus sie die Debattanten unter Feuer nehmen werden.

Die ultimative Gefahr der Mobilfunkstrahlungen des 5G-Netzes sollen laut der amerikanischen NTP-Studie Krebstumore sein, entstanden aus durch die Strahlung provozierten Zellentartungen. Wer sich der Mobilfunkstrahlungen nicht entziehen kann und trotzdem einen Schutz vor der Krebsgefahr sucht, muss sich bewusst sein, dass ein gesunder menschlicher Körper mit optimalem Stoffwechsel der Bedrohung durch Krebszellen entgegen treten kann. Selbst das “Onko-Internetportal” der Deutschen Krebsgesellschaft, deren Vorstand gestellt wird von den wirklich potenten Krebskrankenhäusern in Deutschland, kann nicht anders, als zu bestätigen, dass die Schutzwirkung von Vitaminen vor Krebs teilweise als belegt anzusehen ist. Deutlich ausführlicher ist die Liste der Schutzwirkungen von Mikronährstoffen wie zum Beispiel Vitaminen vor Krebs auf der Website der Dr. Rath Health Foundation.

Weitere Forschung über die Gefahr, die von Mobilfunkstrahlen ausgeht, ist unbedingt nötig. Gerade bei den Ausbaustufen der 5. Generation, die eben nicht nur die Versorgung von Mobiltelefonen mit Funksignal bedeuten, sondern erheblich weiter gehen, sollte die Gefahrensituation klarer werden. Wenn online-Systeme die Kommunikation der Fahrzeuge im Straßenverkehr untereinander regeln, wenn das Internet der Dinge, die uns alle umgeben, mit Mobilfunk arbeitet, wenn ganze Firmenkomplexe in ein “Strahlungsbad” getaucht werden, um autonomen Fahrzeugen und Maschinen Standort und Betriebszustände im Millisekundentakt abzufragen und mitzuteilen, dann darf das Gefährdungspotential für die Menschen, die diesen Strahlungen ausgesetzt sind, kein Spielball für eine Verharmlosungsmaschinerie geleitet von den Wachstumsbestrebungen der Mobilfunk-Konzerne sein. Der Bayerische Rundfunk positioniert sich momentan nicht auf der Seite der besorgten Verbraucher. Sollte man dem öffentlich-rechtlichen BR eine Nachfrage senden? Dieses Thema berührt das Engagement des Patientenbundes eigentlich nur am Rande, hier sollten Verkehrsvereine und Berufsgenossenschaften beispielsweise auf die Interessen ihrer Mitglieder hinweisen. Sollte man dort vielleicht auch nachfragen und Stellungnahmen einfordern?

Lasst uns am Ball bleiben! Anregungen, Quellen und Meinungen schreibt bitte in die Kommentare oder auch per E-Mail an diesen Blog!

https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-schadet-5g-der-gesundheit,RZ6potB

http://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/stellungnahmen/emf/ntp-studie/dossier-ntp-studie.html?cms_notFirst=true&cms_docId=12006154

https://ntp.niehs.nih.gov/whatwestudy/topics/cellphones/index.html?utm_source=direct&utm_medium=prod&utm_campaign=ntpgolinks&utm_term=cellphone

https://www.niehs.nih.gov/news/newsroom/releases/2018/november1/index.cfm

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